Das Integrationshaus fordert, dass der Schutzgedanke, der Grundgedanke eines jeden Asylsystems ist, wieder in den Vordergrund tritt.
Jede Form von Inhaftierung oder Isolation von AsylwerberInnen muss abgelehnt werden.
Das Integrationshaus sieht keinen Bedarf für ein 3. Erstaufnahmezentrum, sondern fordert die Unterbringung in kleineren Einheiten, mehr Humanität bei der Zulassung des Asylverfahrens und eine raschere Zuweisung von der Erstaufnahmestelle in die Landesbetreuung bzw. in weitere Bundesbetreuungsstellen
Schutzsuchende brauchen faire und menschenwürdige Aufnahmebedingungen. Dazu braucht es ein faires rechtsstaatliches Asylverfahren, unabhängige Rechtsberatung, eine Erhöhung der Tag- und Richtsätze in der Grundversorgung, um ausreichende Versorgung und ein differenziertes Beratungs- und Betreuungssystem sicher zu stellen. Es wäre auch wichtig, AsylwerberInnen endlich einen Arbeitsmarktzugang zu ermöglichen und ausreichende Förderungen für integrative Maßnahmen, wie sie auch das Integrationshaus anbietet, zur Verfügung zu stellen. Das Integrationshaus unterstützt AsylwerberInnen und Flüchtlinge mit Unterkunft, professioneller Beratung und Betreuung, bei Ausbildung und Integration in den Arbeitsmarkt, sowie beim Spracherwerb. Aktuell gibt es im Integrationshaus eine Vielzahl von Beratungs-, Betreuungs-, Sprach-, Bildungs-, Kultur- und Kinderprojekten, die alle eines gemeinsam haben: sie sind ein hochwertiges Angebot zur qualitätsvollen, mehrsprachigen Unterstützung und bieten Hilfe zur Selbsthilfe für Flüchtlinge und MigrantInnen.
Verein „Projekt Integrationshaus“
Willi Resetarits, Ehrenvorsitzender des Integrationshauses
Ich kann diesem Statement nur voll und ganz zustimmen, wobei angemerkt werden muß, daß auch die Asylverfahren beschleunigt werden müssen. Ich kenne viele Familien, deren Kinder hier geboren wurden oder als Kleinkinder hierher kamen und für die eine Rückkehr in das Heimatland ihrer Elterrn eine Katastrophe wäre, egal ob eine Verfolgungshandlung vorliegt oder nicht.
Selbst habe ich über 15 Jahre in der Flüchtlingsbetreuung und Integration bei der steirischen Caritas gearbeitet und muß leider sagen, daß es auch in dieser sich als christlich gebenden Organisation fremdenfeindliche Tendenzen gibt, die den oftmals schönen Worten eines Herrn Küberl diametral entgegenstehen.
Viel Erfolg bei Eurer Arbeit
Norbert Zsifkovits
Tel: 0664/3575569
Kinderrechte sind Menschenrechte sind Grundrechte!
Also die Basis unserer Gesetzgebung und nicht das Schlusslicht!
Abschiebungen von Kindern, die hier aufgewachsen und sozialisiert sind, sind massive Verletzungen der Menschenrechte und passieren in Österreich fast täglich. Die verantwortlichen Organe (BMI) sollten beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angezeigt werden.
Volksanwaltschaft ist aufgerufen!