Die Menschen, die sich zur Plattform „Unser Burgenland ist anders“ zusammenfügen, bekennen Farbe, sind aber nicht herausgeputzt. Sie sind couragiert, aber nicht immer draufgängerisch, sind zugänglich, jedoch nicht immer offen, hoffen, dass die Welt nicht hoffnungslos ist. Auch wenn es nur eine Stimme ist, die die Statistik erhöht, sind es viele, die sich in einem imaginären Kreis die Hände reichen. Es ist ein fiktiver Kreis, unparteiisch und menschenfreundlich, aber nicht gesellig. Ich denke, dass sich die Hände zu keiner großen Faust zusammenschließen werden und die lautlosen, fiktiven Stimmen zu keinem großen Schrei formieren. Wie denn auch? In unseren Netzwerken fühlen wir uns auf wunderlich verbindliche Art und Weise zu Hause, wir sind vereinigt in einem Geflecht und gleichzeitig sind wir lose, vereinzelt und gelegentlich beziehungslos. Auf dieser Plattform definieren wir uns über das Fremde, wollen das Fremde annehmen, wünschen das fremde Menschen in unserem Burgenland aufgenommen werden. Das möchte ich auch! Ich möchte hier viele fremde Sprachen hören, fremden Kulturen nahe kommen, interessiert zu sehen, wie mir das Fremde allmählich vertraut wird.
Willy Puchner, Oberschützen